Forst will jetzt für Loipen kassieren
27.11.2006
news: ll_01.jpgDer Schnee liegt noch nicht, da ist der erste Streit um die Loipen schon da. Forstverwaltung und Bergstadt Altenberg liegen in der Wintersaison immer mal wieder über Kreuz, wenn es um die Strecken für die Skilangläufer geht. Nun aber kommt es noch dicker: Der Staatsbetrieb Sachsenforst beabsichtigt, für die Nutzung der Loipen im Staatswald ein Entgelt zu verlangen. Im Gespräch sind fünf Cent pro Meter. Das bestätigt auf SZ-Nachfrage Wolfram Gläser, der Leiter des Forstbezirkes Bärenfels. „Wir machen keine schnelle Aktion“, sagt er, „sondern einen sanften Einstieg.“ Schrittweise sollen im Freistaat bis spätestens zur Wintersaison 2007/2008 einheitliche, privatrechtliche Verträge zwischen dem Forst und den Loipenbetreibern – das sind im Osterzgebirge die Kommunen – abgeschlossen werden, kündigt Thomas Rother, Pressesprecher vom Staatsbetrieb Sachsenforst, an. Als Gründe dafür führt er vor allem Rechtssicherheit und Aufwendungen an. Leistungen kosten Geld „Jeder kann im Wald spazieren gehen oder Pilze sammeln“, sagt Rother. „Aber es gibt ein paar Barrieren.“ So können zum Beispiel Reiter nicht überall durch den Wald galoppieren, sondern nur auf ausgewiesenen Reitwegen. Ähnliches gelte für die Loipen. „Der Besucherstrom wird gezielt dahin gelenkt“, so der Pressesprecher. Deshalb benötige jeder, der eine Loipe im Wald anlegt, die Erlaubnis vom Grundstückseigentümer. Der Sachsenforst agiert dabei im Auftrag des Freistaates und sei verpflichtet, alle Risiken wie Unfallgefahren oder Mehrkosten, die dabei entstehen können, soweit wie möglich auszuschließen. Das kostet und soll nun von den Loipenbetreibern mit bezahlt werden. Da dem Sachsenforst nicht entgangen ist, dass deren Kassen knapp sind, sei das Mindestentgelt niedrig festgelegt. „Es deckt nur einen Teil der Aufwendungen bei Sachsenforst“, sagt Rother. Die Altenberger indes kommen sich vor wie im falschen Film. Bei einem Loipennetz von 30 Kilometer Länge sind das immerhin rund 1 500 Euro an zusätzlichen Kosten. Dabei zahlt die Bergstadt für das Spuren der Loipen ohnehin schon 30 000 Euro pro Winter. „Das bringt uns an die Schmerzgrenze“, sagt Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Er versteht die ganze Aktion nicht. news: ll_02.jpg
„Der Forst hat in der Vergangenheit sehr partizipiert vom Spuren der Loipen“, so der Rathauschef. „Die Mitarbeiter konnten dadurch auch bequem in den Wald kommen. Und wir haben sogar in Größenordnungen mit Hilfe des Freistaates Waldwege gebaut. Und jetzt das.“ Die Stadt prüfe nun, vorwiegend nur noch dort Loipen zu ziehen, die im kommunalen Wald verlaufen. „Dann brauchen wir wenigstens nicht noch extra zu bezahlen“, sagt Kirsten. Außerdem erwägt er, eine Gegenrechnung aufzumachen und den Forst zur Kasse zu bitten, wenn er beispielsweise Brücken im Wald nutzt, die der Stadt gehören. Jochen Löbel, Geschäftsführer vom Hotel Lugsteinhof in Zinnwald, ist das alles eine Nummer zu hoch. „Wir arbeiten bisher sehr gut mit dem Forst zusammen“, betont er. Fügt aber hinzu: „Wenn jetzt jeder für das, was er besitzt, eine Gebühr einführt, wird das kontraproduktiv.“ Er warnt davor, dass der Tourismus für Gäste im Osterzgebirge zu teuer werden könnte. Denn irgendwoher muss das Geld für die Mehrausgaben ja kommen. Und er befürchtet, dass die Touristen das finanziell zu spüren bekommen. „Die Auslastung würde zurückgehen.“

(Quelle: sz-online)

 Kommentare
#1 | admin am 06. Dezember 2006 10:23:37
Sachsenforst verzichtet auf Gebühr für Ski-Loipen

Der Staatsbetrieb Sachsenforst wird die Wintersport-Kommunen nicht für die Nutzung präparierter Ski-Loipen zur Kasse bitten. Darauf einigten sich gestern Landestourismusverband, Landessportbund sowie Städte- und Gemeindetag
mit dem Sachsenforst. Dessen Absicht, pro Meter Loipe von den betroffenen Orten jährlich fünf Cent zu verlangen, war auf heftige Proteste gestoßen.

(Quelle: sz-online)
#2 | admin am 18. Dezember 2006 12:27:19
Wenn Frau Holle in diesem Winter doch noch aus ihrem Bett kommen sollte, wird Altenberg einen Loipen-Pass einführen. „Die Loipen-Automaten sind bereits bestellt“, sagt Tourismus-Chefin Ute Marschner. Die robusten Kassengeräte sollen an vier zentralen Punkten aufgestellt werden und Skiläufer animieren, ein Ticket für die Tour auf den gespurten Loipen im Skigebiet Altenberg zu lösen.

Freiwilliger Obolus

„Das geschieht alles auf freiwilliger Basis“, betont Ute Marschner. Wer
nichts zahlt, darf trotzdem Skilaufen und kriegt auch keine Loipen-Polizei auf den Hals. Dennoch hofft die Bergstadt, dass der eine oder andere Wintersportler die Mühen der Altenberger um das Skiwegenetz belohnt und einen Obolus in
den Loipen-Automaten einwirft. Die Höhe ist dabei auch jedem selbst überlassen. Vielfahrern bietet die Stadt zudem an, eine Saison-Skikarte für zehn Euro zu erwerben.
„Wir wollen dadurch unsere Kosten etwas minimieren“, begründet Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) die Entscheidung. Die Stadt betreut im Winter 30 Kilometer Loipen und noch einmal so viele Skiwanderwege. Dafür muss sie jede Saison um die 30 000 Euro ausgeben. Die Urlauber, die im Gemeindegebiet
Altenberg Ferien machen und in Hotels oder Pensionen übernachten, zahlen Kurtaxe. Mit diesem Beitrag beteiligen sie sich an den finanziellen Aufwendungen für die touristische Infrastruktur. Dazu gehört auch das Skiwegenetz. Tagesgäste aber, die bei herrlichem Winterwetter nach Altenberg kommen und die Loipen nutzen, nehmen diese Dienste bisher gratis in Anspruch.

Unterschiede ausgleichen

Diese Unterschiede will Altenberg nun ausgleichen und damit zugleich die Kasse etwas aufbessern. „Wir machen das nicht im Alleingang“, sagt Tourismus-Chefin Marschner. „Oberwiesenthal und Schöneck gehen genauso heran. Wir probieren es einfach mal.“ Die Loipen-Automaten sollen in Altenberg am Campingplatz, am Sportplatz an der Rehefelder Straße und am Gasthaus Bergglöckl installiert
werden. Gehen die Pläne der Stadt auf und Teile der Grenzanlage in Zinnwald können als Parkplatz genutzt werden, soll auch dort ein Automat stehen.
Für den Parkplatz in Oberbärenburg und den Landweg in Schellerhau sind vorerst kleinere Varianten vorgesehen. Dort können Skifahrer ihren Obolus in eine Art Spendenbüchse stecken.
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